»Menschen unserer Gemeinde: Klaus-Peter Steffan
- Hobby: Gemeindehaus
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Die Serie "Menschen unserer Gemeinde" stellt Ihnen in loser Folge Personen aus dem Bulmker Gemeindeleben vor. Diesmal unseren Hausmeister Klaus-Peter Steffan.Viele Besucher des Bulmker Gemeindehauses werden ihm schon einmal begegnet sein. Täglich ist Klaus-Peter Steffan im oder am Gemeindehaus im Einsatz. Schon seit fast fünf Jahren ist Steffan Hausmeister in der Evangelischen Kirchengemeinde Bulmke. Der 61-Jährige arbeitet seit September 2005 in der Gemeinde. "Durch die frühere Gemeindepädagogin Elke Knappstein bin ich zu der Stelle gekommen. Der vorherige Hausmeister musste aus gesundheitlichen Gründen aufhören, so dass ich hier angestellt wurde", erinnert sich der Bulmker Hausmeister und fügt an: "Seitdem gehören das Gemeindehaus, die Pauluskirche, die Wohnhäuser und der Kindergarten zu meinem Einsatzgebiet."
Mit Bulmke ist Klaus-Peter Steffan schon seit Jahrzehnten eng verbunden. Geboren wurde er 1948 in Gelsenkirchen. Nicht etwa in Bulmke, sondern in Hüllen. "Meine Eltern wohnten genau auf der Straße, die an der Gemeindegrenze zwischen Hüllen und Bulmke lag. Wir mussten immer nach Hüllen in die Kirche, obwohl wir eigentlich nach Bulmke wollten", berichtet Klaus-Peter Steffan.
Seine berufliche Laufbahn begann er als 15-Jähriger mit einer Ausbildung zum Schlosser bei den Gelsenkirchener Eisenwerken, besser bekannt als Schalker Verein. Dem Unternehmen, dass sich einst entlang der Wanner Straße erstreckte und den Stadtteil Bulmke-Hüllen über Jahrzehnte prägte, blieb er seit 1963 treu. "Ich war dort als Schlosser und Dreher tätig, zuletzt als Werkstoffprüfer. Im Laufe der Jahre wechselte die Firma mehrmals den Namen und baute immer mehr Personal ab. Ich musste mit 52 Jahren im Jahr 2000 gehen", blickt Steffan zurück.
Zusammen mit seiner Frau Veronika wohnt er seit 1974 wieder in Gelsenkirchen. Zuvor wohnte man gemeinsam "im Exil" in Marl, kehrte aber bald wieder zurück in die alte Heimat. Seit der Geburt von Tocher Daniela Ende der 1970er Jahre lebt Familie Steffan in Bulmke. "Auch heute sind wir wieder Grenzgänger. Wir wohnen wieder an einer Gemeindegrenze, nämlich der von der Altstadt zu Bulmke. Allerdings wohnen wir diesmal auf der richtigen Seite der Straße", scherzt Steffan.
An Ruhestand ist für den Frührentner heute nicht mehr zu denken, seitdem er 2005 Hausmeister in Bulmke wurde. Von Montag bis Freitag ist Steffan mit viel Engagement und Leidenschaft für die Gemeinde im Einsatz, nimmt kleinere Reparaturen in und an den Gebäuden vor, pflegt die Grünanlagen und Gärten oder stellt die Stuhlreihen und Tische im großen Saal auf.
"Meine Woche beginnt Montagmorgens mit dem Rasenmähen am Gemeindehaus und endet am Freitagmittag mit dem Herrichten des Saals für die beiden Gottesdienste der Methodisten und der Glaubensgemeinschaft", gewährt der gebürtige Hüller Einblicke in seinen Arbeitsablauf. Zeit für Hobbies bleibt da kaum noch. "Früher hatten wir viel Zeit mit Reiten und Pferden verbracht, da meine Tochter Daniela ein eigenes Pferd hatte", lacht Steffan und ergänzt: "Mein Hobby ist heute das Gemeindehaus. Außerdem bin ich noch zweiter Kassierer in der EAB-Bulmke."
Trotz des Stresses bereitet der Job in Bulmke Klaus-Peter Steffan viel Spaß: "Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich, nicht so eintönig. An manchen Tagen ist es etwas ruhiger, an anderen gibt es wiederum mehr zu tun. Auch der Kontakt mit den Menschen in der Gemeinde bereitet viel Freude." Aktuell unterstützt wird Hausmeister Steffan vom Ein-Euro-Jobber Jürgen Steinkamp. Der 51-Jährige gelernte Büromaschinentechniker geht dem Hausmeister täglich bei den anfallenden Arbeiten zur Hand.
- (Benjamin Neumann / Erschienen im Gemeindebrief "horizonte", Ausgabe Frühjahr 2010)

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