»Menschen unserer Gemeinde: Friedhelm Ruhöfer
- Bulmke als Heimat



   Die Serie "Menschen unserer Gemeinde" stellt Ihnen in loser Folge Personen aus dem Bulmker Gemeindeleben vor. Diesmal den langjährigen EAB-Vorsitzenden Friedhelm Ruhöfer.

  Friedhelm Ruhöfer ist kein Unbekannter in der Gemeinde. Schon 1980 trat er in die Evangelische Arbeitnehmerbewegung Bulmke (EAB) ein und führte diese seit 1995 ganze 15 Jahre lang als Vorsitzender. Die Entwicklung und die Integration der EAB in die Gemeinde prägte er entscheidend mit. Erst in diesem Frühjahr gab der 77-Jährige den Vorsitz an Eckhard Jeczkowski ab, bleibt dem Verein aber als 2. Vorsitzender erhalten.

  "Das war schon eine ereignisreiche Zeit", blickt Ruhöfer zurück und ergänzt: "Ende der 1990er Jahre hatten wir in unseren besten Zeiten bis zu 160 Mitglieder. Bei unseren Monatstreffen kamen regelmäßig bis zu 60 Mitglieder ins Gemeindehaus. Große Feste, wie Feiern zum Muttertag oder das Herbstfest, standen ebenso auf dem Programm wie Seminarvorträge von Gastdozenten, Freizeiten und Ausflüge."

  Auch heute ist die EAB Bulmke in vielen dieser Bereiche immer noch aktiv. Allerdings geht die Zahl der Mitglieder altersbedingt immer weiter zurück. "Um den Nachwuchs in der EAB ist es leider schlecht bestellt. Aktuell haben wir noch 65 Mitglieder", weiß Ruhöfer zu berichten und ergänzt schmunzelnd: "Der Altersdurchschnitt in Bulmke ist aber noch nicht so hoch wie in anderen Ortsgruppen."

  Geboren wurde Ruhöfer am 21. August 1932 in Gelsenkirchen, aufgewachsen ist er in der Ruhrstraße in der Altstadt. "Von Jugend an hatte ich schon eine enge Verbindung zur Kirche. So war ich nach meiner Konfirmation 1947 in der Gemeinde in der Altstadt in der Jugendarbeit aktiv und spielte auch im Posaunenchor", erinnert sich der gelernte Industriekaufmann.

  1952 zog Familie Ruhöfer nach Bulmke auf die Hohenzollernstraße. Nach der Lehre bei einem Betrieb der Bekleidungsindustrie arbeitete Ruhöfer ganze 37 Jahre lang beim Hüttenwerk Schalker Verein an der Wanner Straße im Verkauf und in der Werbeabteilung bis er im Alter von 60 in den Ruhestand ging.

  Nach dem Tod seiner ersten Frau im Jahre 1979 verschlug es den Vater eines Sohnes (geboren 1958) dann 1982 ins "Exil" nach Altenessen. Dort lebt er bis heute – auch nachdem seine zweite Frau 2001 verstarb.

  "Ich sehe Bulmke als meine Heimat. Obwohl ich schon seit 30 Jahren in Altenessen wohne verbringe ich mehr Zeit in Bulmke als in Altenessen. Ich habe eine enge Verbundenheit zum Stadtteil Bulmke. Alles hat sich stets in Bulmke-Hüllen abgespielt. Egal ob der Besuch in der Pauluskirche oder die Kegelrunden", so Ruhöfer.

  Schon seit Jahren gehört er auch dem Bezirksvorstand der EAB Gelsenkirchen sowie dem Landesverbandsrat der EAB in NRW an. "So konnte ich stets auch das Geschehen über den Ortsverband hinaus mitgestalten. Im Mittelpunkt jeder Arbeit stand und steht immer noch unsere Losung ‚Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen‘ (Gal. 6,2)" erklärt Ruhöfer.

  Viel Unterstützung bei seiner Vorstandsarbeit erhielt er auch von seiner heutigen Lebensgefährtin Else-Lore Masuch, die sich als Freizeitleiterin lange Jahre für die Fahrten und Ausflüge verantwortlich zeichnete. Auch die Beziehungen zur Gemeinde und insbesondere zu Pfarrer Disselhoff lobt der zweite Vorsitzende: "Der Pfarrer hat immer ein offenes Ohr für uns und ist ein gern gesehener Gast auf unseren Monatstreffen."

EAB Bulmke: Treffen jeden 1. Samstag im Monat von 15 bis 17.30 Uhr im Gemeindehaus an der Florastraße 119.

  - (Benjamin Neumann / Erschienen im Gemeindebrief "horizonte", Ausgabe Sommer 2010)



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