» Kindergarten Anderland in neuer Trägerschaft



  Das Kinderbildungsgesetz kurz KiBiz genannt ist nach vielen Diskussionen im Vorfeld und vielen Unsicherheiten bei den Trägern von Kindertageseinrichtungen über die konkreten Arbeitsbelastungen und finanziellen Auswirkungen nun seit dem 1. August 2008 in Kraft. Um auf die durch KiBiz geschaffenen neuen Rahmenbedingungen flexibel reagieren zu können, hat der Kirchenkreis auf einer Sondersynode im Februar beschlossen, eine Kindergartengemeinschaft zu gründen und damit möglichst alle evangelischen Kindertagesstätten unter einem Dach zusammen zu führen.

  Diese Entwicklung hatten Stadt Gelsenkirchen mit GE-Kita und die katholische Kirche mit dem Zweckverband beim Bistum Essen für ihre Einrichtungen schon etwas früher vollzogen. Jede einzelne Kirchengemeinde war nun aufgefordert zu prüfen, ob sie ihren Kindergarten der Kindergartengemeinschaft übertragen will.

  Das Bulmker Presbyterium hat sich diesen Schritt nicht leicht gemacht. Und es wurde ihm auch nicht leicht gemacht. Bis in den Juni hinein fehlten Detailinformationen, wie sich der Kindergarten unter KiBiz rechnet. Sehr spät kamen Vertragsentwürfe von Seiten des Kirchenkreises. Es mußte doch rechtlich sauber geklärt werden, wie die Zusammenarbeit zwischen Kirchenkreis und Gemeinde im Blick auf den Kindergarten und wie die Nutzung des gemeindeeigenen Gebäudes und der Liegenschaft geregelt ist, außerdem wie es zu einer ordentlichen überleitung des Personals, sprich der Erzieherinnen ins "Kindergartenwerk" kommen kann.

  Bei den dann folgenden Vertragsverhandlungen sind u. E. die Bulmker Interessen gut in die Verträge eingearbeitet worden. Wir sind überzeugt, dass der Schritt richtig ist. Er hilft vor allem, die Stellen der Mitarbeiterinnen auf längere Sicht mit dem Rückhalt der größeren Kindergartengemeinschaft abzusichern. KiBiz rechnet sich für unseren Kindergarten und mit den Stundenbuchungen der Eltern übrigens so gut, dass in erheblichem Maße Personalstunden aufgestockt werden konnten.

  Keine Frage: KiBiz bedeutet Veränderung und manches an Umstellung für die Mitarbeiterinnen und die Eltern. Da muss sich manches neu einspielen. Die Kirchengemeinde, ehemals Träger, ist jetzt Kooperationspartner. Sie hat in Gesprächen mit den Erzieherinnen in "Anderland" gemeinsam erarbeitet und schriftlich fixiert, worin die Formen der Zusammenarbeit auch in Zukunft bestehen. Viel Bewährtes ist darunter. Der Kindergarten bleibt so ein wichtiges Element des Gemeindeaufbaus.


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