Der geplante Umbau des Gemeindehauses wird nicht nur die Gemeindearbeit bereichern, sondern ist ein echter Gewinn für die Umwelt.

 Durch den Einbau des Blockheizkraftwerkes zur Energieversorgung für Wohn- und Gemeindehaus wird der Ausstoß des schädlichen Treibhausgases CO2 von 96 auf 0 !!! Tonnen jährlich reduziert. Bisher stammt die Wärme aus einem Gaskessel, der eine CO2-Belastung von 75 Tonnen jährlich produziert; die elektrische Energie kommt vom Großkraftwerk mit einer anteiligen CO2-Belastung von 21 Tonnen.

 Die neue Anlage produziert sowohl Wärme als auch Strom (deshalb der Name Block-Heiz-Kraft-Werk). Als Brennstoff kommt Rapsöl zur Anwendung; in Spitzenlastzeiten wird ein Brenner zugeschaltet, der Holzpellets verarbeitet. Da es sich hier um nachwachsende Rohstoffe handelt, entsteht durch die Verbrennung keine zusätzliche CO2-Belastung der Umwelt.

 Die Fachwelt benutzt auch für dieses Projekt - obwohl keine Sonnenkollektoren eingesetzt werden - den Begriff "solares Bauen". Die Kirchengemeinde leistet hierdurch einen kleinen, aber wichtigen Beitrag für die Entwicklung Gelsenkirchens zur "Solarstadt".

 Da auch das Land Nordrhein-Westfalen den ökologischen Umbau vorantreiben möchte, hat es das sog. REN-Programm aufgelegt und unterstützt die Bulmker Anlage mit dem Höchstsatz von 25% der Herstellungskosten, insgesamt € 20.000.

 Pfarrer Ulrich Brockhoff-Ferda

 Dieser Text ist im Gemeindebrief Horizonte im Sommer 2004 erschienen.