» Ausstellung "Gesegnete Mahlzeit - aus evangelischen Pfarrhausküchen" eröffnet / Bilanz zum "Tag des offenen Denkmals"


Gut besucht war am Sonntag (13. September 2009) der "Tag des offenen Denkmals" in der Pauluskirche zu Bulmke und die Eröffnung der Ausstellung "Gesegnete Mahlzeit - aus evangelischen Pfarrhausküchen".
Der Tag begann mit einem Gottesdienst um 11 Uhr. Vor über 100 Besuchern, darunter unter anderen der Kulturdezernent der Stadt Gelsenkirchen Dr. Manfred Beck, predigte Pfarrer Henning Disselhoff über Pfarrhäuser im Allgemeinen und ging dabei natürlich auch auf die Pfarrhausküche ein.
Im Anschluss wurde die Ausstellung im Vorraum der Kirche von Initiator Andreas Janke, seines Zeichens auch Küster und Presbyter der Gemeinde, eröffnet. Janke bezeichnete in seiner Eröffnungsrede die Pauluskirche in Anspielung auf das Jahresmotto des Denkmaltages "Historische Orte des Genusses" ebenfalls als einen Ort des Genusses. Dieser sei in der Bulmker Kirche besonders durch die kunsthistorisch wertvolle Ausstattung der Künstler des Halfmannshofes, große Gottesdienste, große Orgelkonzerte und einzigartige Ausstellungen geprägt.
Den Anstoß zur Ausstellungsidee gaben übrigens historische Fliesen des im zweiten Weltkrieg völlig zerstörten Pfarrhauses, die durch durch Baggerarbeiten im Garten im Frühjahr 2009 wieder auftauchten, sowie historische Archivfotos der ehemaligen Pfarrhausküche.
Die Pfarrhausküche war früher der Mittelpunkt des Hauses. Geschichten und Anekdoten der letzten Bewohner des alten Bulmker Pfarrhauses, Rezepte von damals und Erzählungen rund um die Pfarrhausküche sind Bestandteil der Ausstellung. Highlight ist aber eine dem Jahre 1928 nachempfundene und nachgebaute Küche, die zahlreiche Utensilien jener Zeit beinhaltet.
Die Ausstellung ist noch jeden Sonntag bis zum 18. Oktober von 10 bis 13 Uhr für interessierte Besucher geöffnet.
Anlässlich des "Tag des offenen Denkmals" gab es am Sonntagnachmittag auch zwei Führungen durch die 1956/57 wiederaufgebaute Pauluskirche. Die Kirche beinhaltet neben neuen Elementen aus den 1950er Jahren auch noch Teile des im Krieg ausgebrannten und zerstörten ersten Gotteshauses. Besonders hervorgehoben wurde auch der künstlerische Einfluss der Gelsenkirchener Künstlersiedlung Halfmannshof auf den Wiederaufbau der Pauluskirche. Vier Künstler engagierten sich damals besonders beim Neubau. Dies waren neben dem Architekten Otto Prinz, Hubert Nitsch (Altarfenster, Altar, Taufbecken), Professor Eduard Bischoff (Apostelfenster) und der Kunstschmied Erich Friedemann Werner (Kanzelgeländer, Turmkreuz mit Weltkugel). An den 30-minütigen Führungen nahmen über 60 Personen teil.
Für das leibliche Wohl der Besucher sorgten 30 Liter frisch gekochte Kartoffelsuppe sowie 120 Stücke Kuchen.
Insgesamt konnte der "Förderverein Evangelische Pauluskirche zu Bulmke e.V." an diesem Tage 350 Euro einnehmen, die nun mit für den Erhalt der denkmalgeschützten Kirche verwendet werden.

» Bildergalerie
Impressionen von der Ausstellungseröffnung und vom "Tag des offenen Denkmals":


















» Downloads
»Download Ausstellungsflyer/ Programm Ausstellungseröffnung als PDF-Datei.
»Download Speisekarte zur Ausstellungseröffnung als PDF-Datei.




